Da hab ich neulich mal einen klitzekleinen Artikel verfasst über die "Stasi 2.0"-Grafik vom Dataloo. Und hab auch prompt mal einen netten Kommentar bekommen:
Jetzt schau ich bei Google mal unter "Stasi 2.0 Step Around" - man will ja wissen, wie das so läuft - und bekomme folgende Beschreibung meines Artikels:
HÄ?? Sitzt da bei Google vielleicht doch so ein Mitarbeiter, der alle Metaangaben liest und dann manuell eingibt, und der sich einfach nur vertan hat??? Küche ??? Kein Wort von Küche in dem Artikel!!!
Ich habe mich jetzt – nach langem
hin- und herüberlegen – dazu entschlossen, keinen weiteren Artikel zu diesen
Schweineblogs zu verfassen…Ihr wisst schon: die Seiten, in denen sich Verfasser
und Kommentatoren anscheinend ständig einen runterholen, während sie über Dinge
reden, die sie in ihrer kleinbürgerlichen, horizontlosen, einfältigen
Spießigkeit gar nicht verstehen können.
Wie das aussieht, kann man sich auf einem kleinen Video mal anschauen. Wie Heise Online berichtet, waren Sicherheitslücken bereits im November letzten Jahres bekannt geworden, so dass der Erfolg dieses Hacks für die Betreiber jetzt natürlich besonders bitter ist. Und für die User!
Wie auch immer, das Kind ist in den Brunnen gefallen, also was ergeben sich für Konsequenzen? Zuerst einmal die Frage, was mit den geklauten Daten passiert :
Nun, im "harmlosesten" Fall können die beschafften Informationen allerlei Aufschluß über die verschiedensten Online-Verhaltensweisen geben, politische Einstellung (wie viele Leute sind eigentlich "unpolitisch"?) usw., wie hier gezeigt. Ich erzähle sicherlich nichts Neues, wenn ich erwähne, dass genau diese Daten es sind, die die breite Masse auch kontrollierbar macht...Nahezu unbemerkt. Was für Auswirkungen das hat? Kann man hier mal sehen. Schlußfolgerungen kann jeder selber ziehen.
Ärgerlich für den einzelnen ist es, wenn die Daten plötzlich auf anderen Seiten auftauchen, nebst Bildern und persönlichen Informationen. Wie das aussieht, kann man in einem Beitrag nebst einem Link bei Kasi-Blog nachsehen. StudiVZ-Bilder von allen möglichen Usern...Beziehungsstatus...etc. <Nachtrag: dieser Link auf "Kasi-Blog" (http://studivz_crawler.6x.to) ist zu einer Werbeseite mutiert. Hier allerdings noch ein wirklich schmackhaftes Interview -grins - >
Der Hack im StudiVZ zeigt uns also wieder mal recht deutlich, wie gläsern eigentlich das WWW - und wir - sind. Wozu Daten über Beziehungsstatus, Filmvorlieben, Geschlechterverteilung, Freunde, Musikgeschmack usw. usw. dienen können...ist eindeutig: Mehr und mehr werden wir, die wir uns so unabhängig und frei im Web fühlen, zu einfachen Profilen.
Ich war heute mal auf der Suche nach einem möglichst
gesetzestreuen Impressum (geregelt im Staatsvertrag Mediendienste z.B. §10), was gar nicht so einfach ist, weil die Meinungen über
den Umfang und die verschiedensten Angaben auseinander gehen (siehe z.B. abmahnung.blogger.de/..., domain-recht.de/... lawblog.de/... oder http://www.augsblog.de/..., aber auch hier). Auch nicht wirklich hilfreich sind hier "Impressumsgeneratoren" (wie hier und hier),
Bei meiner Suche bin ich dann auf das Thema "Abmahnungen von Bloggern" gestoßen u.a. auch wieder auf einen Artikel von Spreeblick, ein paar Links weiter dann auf das hier.
Tja, da is mir aufgefallen, dass ich selber in der kurzen Zeit, in der ich mit diesem Blog online bin, absolut total schlimm kriminell geworden bin...weil ich Texte, die vor zwei Jahren in der Sueddeutschen Zeitung erschienen sind, hier als Info-Erweiterung zu einem Artikel reingestellt hab...Gut, ich hab dazugeschrieben, dass man se nich' kommerziell nutzen darf und außerdem die jeweiligen Autoren, das Erscheinungsdatum etc. angegeben. Aber trotzdem: damit verstoße ich schlimm, schlimm, schlimm, schlimm gegen das Urheberrechtsgesetz. Nee, ja, is klar!! Mann!!
Weil ich auch keine 5000€ und auch keine 2000€ übrig hab, nehm' ich die halt jetzt wieder raus. Klingt für jemanden, der sich noch nicht damit beschäftigt hat vielleicht ein bisschen übertrieben...aber übertrieben is' was anderes. Tja, weil ich die Artikel aber gerne wieder anbieten würde, werd ich halt jetzt die nächsten drei Monate nach den Email-Adressen der Autoren suchen, sie anschreiben und zwei Monate auf 'ne Antwort warten.
Aber naja, vielleicht hab ich ja einfach nur Glück gehabt, dass ich`s noch vor 'ner Abmahnung gecheckt hab. Und da bin ich jetzt natürlich totaaaal glücklich drüber.
Schon vielfach kommentiert, da endlich mal wieder ein
Blog-Artikel, der lesenswert ist: „Die Mehrheit der Schweiger“ beim „Spreeblick“
(Link zur Hauptseite auch hier unter „Blogroll“ zu finden).
Ein kurzer Auszug:
"Sollte es also so sein, dass durch drastische Strafen nicht
der geringste Zuwachs an Sicherheit erfolgt?
Bin von verschiedensten Seiten (jetzt schon??) darauf hingewiesen worden, dass es doch besser wäre, den Pandora-Link aus der Linksammlung (Ordner Musik) rauszunehmen, weilin Deuschland Pandora illegal ist/wäre (wie auch immer)..Also, ich bin mir da nicht so ganz sicher.
Ich hab mal versucht, mehr darüber rauszufinden: Also, Tatsache ist, dass Pandora.com sowieso nicht der einzige und ultimative Internetmusikanbieter ist. Einen ganz guten Überblick (allerdings auch nicht unbedingt über die rechtliche Situation) über das Angebot gibt da der deutsche Blog musikdieb.de. Schaut man bei diesem Blog mal auf die Eingangsseiten, fällt einem links auch sofort eine Playlist auf.... Naja, das mag auch noch nicht wirklich überzeugen.
In dem Forum von eRecht24 wird dieser Frage detaillierter nachgegangen mit dem (zumindest für mich) vorläufigen Ergebniss, dass nicht ich, sondern vielmehr der Gesetzgeber sich in einer Grauzone befindet, sollten solche Verlinkungen geahndet werden.
Und - jetzt mal ehrlich - wenn von mir in Zukunft Irisscan und Fingerabdruck in den Pass kommen, dann schau ich halt auch wie ich meine Daten krieg', oder?